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Renault Historie in Deutschland - Erfolg aus Tradition Renault ist mit einer eigenen Tochtergesellschaft seit 100 Jahren auf dem deutschen Markt präsent: 1907 wurde die Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft in Berlin eröffnet. Die Übersicht beschreibt die wichtigsten Kapitel einer erfolgreichen Entwicklung. |
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1901: In Deutschland gibt es die erste Renault Vertretung. Die 1899 von Louis Renault mit seinen Brüdern Fernand und Marcel gegründete Firma Renault Frères hatte sich bereits einen Namen durch Rennerfolge gemacht. In diesem Jahr siegt ein Renault beim Aufsehen erregenden Rennen Paris-Berlin. 1907: Gründung der Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft in Berlin. Die Firma wird am 17. Oktober unter der Nummer 92 HRB 4740 ins Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 400.000 Reichsmark. Sitz der Gesellschaft ist die Mohrenstraße 22/23, Ecke Charlottenstraße, in Berlin. Dort befinden sich auch die Verkaufsräume. In der Georgestraße 10 richtet die Firma eine Werkstatt ein. Neben einer Zweigniederlassung in Frankfurt am Main hat die Renault Frères AG Vertretungen in Aachen, Bonn, Coburg, Düsseldorf, Halle/Saale, Hamburg, Köln, Leipzig, Mainz, Metz (Lothringen), Mühlhausen (Elsass), Osnabrück und Straßburg (Elsass). Die Berliner Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft ist auch für den Vertrieb in Luxemburg zuständig. Die Modellpalette umfasst Limousinen, Taxen, Busse und Nutzfahrzeuge. 1908: Das Geschäftsergebnis der Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft weist 1907/1908 bereits einen Reingewinn von 23.804,72 Reichsmark aus. Modernisierungen und Erweiterungen der Werkstattkapazitäten erfordern den Umzug des Betriebs in die Puttkamerstraße 19. 1909: Erstmals wird im Geschäftsjahr 1908/1909 bei einem Reingewinn von 25.894,18 Reichsmark eine Dividende von fünf Prozent oder 20.000 Reichsmark an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Zahl der Renault Händler steigt auf 20. Die Verkaufszuständigkeit der Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft für Luxemburg entfällt. Die Nachfrage nach Luxuswagen geht zurück, gleichzeitig steigen die Verkaufszahlen für kleinere Fahrzeuge. 1910: Bei einem Reingewinn von rund 45.000 Reichsmark im Geschäftsjahr 1909/1910 werden neun Prozent Dividende 36.000 Mark an die Aktionäre verteilt. Es gibt 26 Renault Vertretungen in Deutschland. Am 7. Januar wird die Firmenbezeichnung Renault Frères Automobil Aktiengesellschaft in Renault Automobil Aktiengesellschaft geändert. 1912: Gefragt sind wie im Vorjahr vor allem mittelgroße Limousinen, dazu kommen Lieferwagen und Taxen. Aufgrund des anhaltenden allgemeinen Verkaufsrückgangs bei Luxusfahrzeugen fällt der Reingewinn im Geschäftsjahr 1911/1912 auf 24.126 Reichsmark. Erstmals werden Renault Mietfahrzeuge in Deutschland angeboten. Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Renault Kraftdroschken führen dazu, dass in deutschen Städten immer mehr Renault Taxen eingesetzt werden. Der Kundendienst- und Werkstattbereich entwickelt sich zu einem besonders wichtigen Geschäftssegment. Allein hier wird ein Gewinn von 11.127 Reichsmark ausgewiesen. Renault Flugmotoren werden nach Deutschland importiert. Die deutsche Renault Automobil Aktiengesellschaft eröffnet eine Vertretung in Prag. 1914: Der Erste Weltkrieg stoppt die erfolgreiche Entwicklung von Renault in Deutschland; erst wird das Unternehmen unter staatliche Aufsicht gestellt, am 14. Dezember kommt es unter staatliche Zwangsverwaltung. 1915: Da aus Frankreich keine Fahrzeuge und Motoren mehr bezogen werden können, weist die Bilanz des Geschäftsjahrs 1914/1915 einen Verlust von 37.909 Reichsmark aus. Nur die Werkstatt erzielt einen Betriebsgewinn durch Reparaturaufträge der Heeresverwaltung. 1918: Kriegsbedingt steigt der ausgewiesene Verlust im Geschäftsjahr 1917/1918 auf 129.946 Reichsmark, während der Werkstattgewinn durch Heeresaufträge 13.498 Reichsmark beträgt. 1920: Nach Aufhebung der staatlichen Zwangsverwaltung wird am 27. Januar bei der Deutschen Renault ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Dieser beschließt auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage des deutschen Automarkts die Liquidation der Firma zum 30. September. Die Liquidationsbilanz schließt mit einem Fehlbetrag von 118.665,49 Reichsmark ab, so dass vom ursprünglichen Stammkapital von 400.000 Reichsmark noch 281.334,51 Reichsmark übrig bleiben. 1922: Am 3. März entlastet die letzte Generalversammlung der Aktionäre der Renault Automobil AG den Liquidator und den Aufsichtsrat. 1925: Mit dem Prestigemodell 40 CV erscheint erstmals der Rhombus als Renault Markenzeichen. 1927: In Deutschland gibt es einen Pkw auf 171 Einwohner. Damit steht Deutschland im Kraftfahrzeugbestand an vorletzter Stelle in Europa. Zu dieser Zeit produzieren die Renault Fabriken bereits ca. 50.000 Fahrzeuge pro Jahr. Am 23. November ist Renault wieder im Geschäft: In Frankfurt/Main wird die Deutsche Renault Automobil-Gesellschaft mbH mit Sitz in der Weismüllerstraße 2026 gegründet. Gesellschafter sind Jean Pingault, Ingenieur aus Billancourt, und Hermann Lehmann aus Frankfurt. 1928: Im Februar wird die neue Gesellschaft unter der Nummer HRB 4344 ins Handelsregister eingetragen. Im selben Jahr nimmt der Bestand an Personenkraftwagen gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent zu. Am Ende dieses Jahres gibt es in Deutschland bereits über 360.000 Personenkraftwagen. 1932: Deutschland leidet besonders stark unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise. Sechs Millionen Menschen sind arbeitslos. Extremistische Strömungen finden verstärkt Zulauf. In dieser unsicheren Situation verlegt die Deutsche Renault Automobil-Gesellschaft am 17. März ihren Sitz von Frankfurt nach Kehl am Rhein. In Berlin ist Renault mit einer Filiale am Kurfürstendamm/Ecke Eisenzahnstraße vertreten. Zur Kundschaft der Firma Beckers gehören in diesen Jahren Prominente wie der Schriftsteller Ernst von Salomon und der Schauspieler Rudolf Platte. In den 1930er-Jahren werden unter anderem die eleganten Modelle Primaquatre (vier Zylinder), Viva Grand Sport (sechs Zylinder) und Nervastella sowie Nerva Grand Sport (beide acht Zylinder) sehr erfolgreich vertrieben. Besonderen Zuspruch finden zudem die Cabriolet-Versionen, die preislich attraktiv und wunderschön sind. 1934: Die deutsche Wirtschaft scheint auf dem Weg zur Besserung. Die Deutsche Renault Automobil-Gesellschaft mbH verlegt ihren Sitz wieder nach Berlin, dem wirtschaftlichen und politischen Zentrum des Deutschen Reiches. Am 20. Dezember richtet sie eine neue Hauptverwaltung am Kurfürstendamm 161 ein, die bis 1939 erfolgreich auf dem deutschen Automobilmarkt arbeiten wird. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 folgt eine weitere Zwangspause. 1949: Im Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland erfolgt in Baden-Baden der Neustart als Renault Automobilgesellschaft für Deutschland mbH. Der Sitz der Gesellschaft ist die Rheinstraße 13-15. Zunächst werden Renault Automobile ausschließlich an Angehörige der alliierten Streitkräfte verkauft. Aber schon bald wird der Renault 4 CV als erstes Nachkriegsmodell auch zivilen Kunden angeboten. Händler, die eine Renault Vertretung eröffnen wollen, stoßen allerdings noch auf Widerstand: Was die Einfuhr ausländischer Fahrzeuge überhaupt angeht, so ist zunächst festzustellen, daß alle amtlichen Stellen [ ] die Einfuhr im jetzigen Stadium der deutschen Wirtschaft ablehnen, heißt es in einem Brief des Fachverbands für das Kraftfahrzeuggewerbe an eine Trierer Automobilwerkstatt. Trotz allem: Die große Nachfrage nach 4 CV übersteigt mehrere Jahre die Liefermöglichkeiten von Renault. Im April wird in Saarbrücken die Saarfinanz GmbH zur Absatzfinanzierung von Renault Fahrzeugen gegründet. 1951: Der Renault Frégate, ein Auto für gehobene Ansprüche, wird vorgestellt. 1954: Auf der Suche nach einer geographisch und verkehrstechnisch günstigeren Lage entscheidet sich Renault für den Standort Köln und zieht am 23. Dezember dorthin. 1957: Mit dem Modell Dauphine ist Renault auch im Land des Wirtschaftswunders weiter auf Erfolgskurs. Das zuverlässige und geräumige Fahrzeug erfreut sich starker Nachfrage auf dem expandierenden Automobilmarkt. Durch die elegante Formgebung, die serienmäßigen vier Türen und die geräumigen Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck hebt sich die Renault Dauphine von ihren Hauptkonkurrenten aus Deutschland ab. Das Vertriebsnetz wird ständig erweitert. 1957 gibt es 180 Renault Vertragshändler, ein Jahr später schon 250. Bis 1957 bewegen sich die Zulassungen im Rahmen von 4.000 Einheiten pro Jahr. 1958: Am 1. Juli wird das Unternehmen wieder in Deutsche Renault Automobilgesellschaft umbenannt. Mit 9.527 Zulassungen erreicht Renault einen Marktanteil von 1,5 Prozent. 1959: Mit 36.408 verkauften Einheiten erzielt Renault einen Marktanteil von 4,7 Prozent. Das Unternehmen teilt sich in die Deutsche Renault Vermögensverwaltung, die in Köln verbleibt, und die Deutsche Renault Automobilgesellschaft KG, die sich am heutigen Standort Brühl niederlässt. Die Deutsche Renault hat 620 Mitarbeiter. Die elegante Floride wird vorgestellt. 1960: Die große Nachfrage nach der Dauphine führt zu Lieferengpässen bei Renault. Weil der Platz eng wird, baut Renault in Brühl bei Köln auf einem 200.000 Quadratmeter großen Gelände eine neue Hauptverwaltung und errichtet 1960 die erste Halle des neuen Zentralteilelagers, aus dem sich im Laufe der Zeit das heutige LTZR (Logistik, Teile, Zubehör und Recycling) entwickelt. In den Folgejahren wird der Auf- und Ausbau eines leistungsfähigen Verkaufs- und Kundendienstnetzes weiter vorangetrieben. Gebietsdirektionen werden in Hannover für den Bereich Nord, in Brühl für den Bereich Mitte und in Stuttgart für den Bereich Süd eingerichtet. 1961: Das erste Fahrzeug einer neuen Generation frontgetriebener Renault Modelle wird vorgestellt. Der Renault 4 verbindet als erstes Automobil der Welt kompakte Abmessungen mit einem variablen Innenraumkonzept, großer Heckklappe sowie serienmäßig vier Türen und ermöglicht vielen, insbesondere jungen Menschen Mobilität bei geringem finanziellen Einsatz. Die fast senkrecht stehende Heckklappe macht den Renault 4 zu einem besonders vielseitig verwendbaren Fahrzeug. 1962: Als Weiterentwicklung der Dauphine wird der Renault 8 als erstes Großserienmodell mit vier Scheibenbremsen präsentiert. Deutschland ist für Renault der wichtigste Auslandsmarkt. 1963: Die Zahl der Renault Händler und Werkstätten wächst auf 850. 1965: In der Zeit eines scheinbar ungebremsten Wirtschaftswachstums sind die Autokäufer anspruchsvoller geworden. Das Auto soll auch den hart erarbeiteten Wohlstand und neues Selbstbewusstsein repräsentieren. Als erster Mittelklasse-Pkw mit modernem Fließheck und integrierter Heckklappe feiert der Renault 16 Premiere und erfüllt zielgenau die gewandelten Bedürfnisse. Zwischen 1965 und 1980 werden 247.500 Exemplare dieses Trendautos mit variablem Innenraum in Deutschland verkauft. Mit dem Renault 16 ändert sich das Image des Unternehmens, das zuvor durch Modelle wie Renault Dauphine und Renault 4 geprägt war. Renault wandelt sich vom Spezialisten für kleinere Fahrzeuge zum Volumenhersteller mit einem kompletten Programm. Für konservative Kunden präsentiert Renault parallel den Renault 10 als letzte Evolutionsstufe der Renault Heckmotor-Ära. 950 Renault Händler verkaufen über 40.000 Autos; das ist eine Absatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 15 Prozent. 1967: Das Konzept der breiten Angebotspalette wirtschaftlicher und vielseitiger Renault Fahrzeuge bewährt sich: Der Marktanteil von Renault steigt erstmals über die 5-Prozent-Marke. Es werden 73.255 Einheiten verkauft. Renault beschäftigt in Deutschland über 1.000 Mitarbeiter, davon 436 in der Zentrale und den Gebietsdirektionen. 1968: Die Deutsche Renault baut eine Rennsportabteilung auf. Neben der Unterstützung von Privatfahrern werden später Renault Alpine erfolgreich in den GT-Klassen eingesetzt. 1970: Mit einem Marktanteil von sieben Prozent wird Renault erstmals Marktführer unter den nicht deutschen Anbietern. Nahezu 150.000 Fahrzeuge werden verkauft, davon über 80.000 Renault 4. 1971: Am 24.06.1971 wird die Deutsche Renault Automobilgesellschaft KG rückwirkend zum 1. Januar in eine Aktiengesellschaft, die Deutsche Renault AG, umgewandelt. Renault verkauft dank des stark nachgefragten R4 153.678 Automobile und erreicht damit einen Rekord, der erst 20 Jahre später übertroffen wird. Der Umsatz der Deutschen Renault AG beträgt fast eine Milliarde Deutsche Mark. 1972: Als vielseitiger und eleganter Kompaktwagen erscheint der Renault 5. Er beweist, dass kompakte Abmessungen keine Abstriche in Komfort und Leistungsvermögen mit sich bringen müssen. 1973: Trotz beginnender Ölkrise wird Renault mit 142.078 neu zugelassenen Fahrzeugen erneut größte ausländische Automobilmarke in Deutschland. Der Marktanteil liegt bei sieben Prozent. In Deutschland gibt es 1.500 Renault Kundendienststellen. Renault baut in Brühl die Halle 3 des Zentralteilelagers. 1974: Renault besitzt nach VW, Opel und Ford das viertgrößte Kundendienst-Netz auf dem deutschen Automobilmarkt. Der Renault Credit GmbH wird die Konzession einer Vollbank erteilt. Am 7. April findet in Hockenheim der Premierenlauf zum Renault 5-ELF-Pokal statt. Er ermöglicht jungen, ambitionierten Autofahrern einen erschwinglichen Einstieg in den Motorsport. 1975: Renault ist zum dritten Mal in Folge größter ausländischer Automobilanbieter. Im März erscheint die Oberklasse-Limousine Renault 30, in der erstmals in einem Nachkriegsfahrzeug der Marke ein Sechszylinder-Motor zum Einsatz kommt. Renault dokumentiert damit seinen Anspruch als Generalist, der in allen Fahrzeugklassen vertreten ist. In Wiesbaden wird eine weitere Gebietsdirektion eingerichtet. 1976: Die deutschen Pkw-Hersteller können ihren Absatz zu Lasten der Importeure steigern. Gegen diesen Trend kann Renault als einziger bedeutender Importeur seine Zulassungszahlen um drei Prozent erhöhen, von 119.889 auf 123.455 Pkw. Jedes vierte Importauto ist ein Renault. Der Jahresumsatz der Deutschen Renault beträgt 1,3 Milliarden Deutsche Mark. Die Modelpalette wird um den kompakten Renault 14 ergänzt. Die Zahl der Renault Partner wächst auf 1.577. In den Ausbau der Betriebe und Werkstätten werden 35 Millionen Deutsche Mark investiert. Die Renault Credit GmbH wird in Renault Credit Bank GmbH umbenannt, um die Vollbankkonzession auch nach außen zu dokumentieren. 1978: Die Mittelklasselimousine Renault 18 löst den Renault 12 ab. 1979: Der Renault 18 hat mit 33.720 Neuzulassungen den höchsten Jahresabsatz eines Renault Mittelklassewagens. 1980: Mit der Markteinführung des Renault 5 Turbo präsentiert Renault einen 160 PS starken Mittelmotor-Sportwagen auf Basis des kompakten Renault 5. Der in Kleinserie gebaute Bolide beschleunigt von null auf 100 km/h in 6,9 Sekunden und unterstreicht seine Kraft optisch mit extrem ausgestellten Kotflügeln. Außerdem neu: das innovativ gestaltete Coupé Renault Fuego. 1981: Der Renault 18 Turbo ist das erste einer Reihe von Modellen mit Abgas-Turbolader, die Renault in Großserie herstellt. Die Turbo-Technik wurde von Renault erstmals für Formel 1-Fahrzeuge entwickelt und das erworbene Know-how in den Serienbau übertragen. Außerdem führt das Unternehmen die Stufenhecklimousine Renault 9 und die leichten Nutzfahrzeuge Trafic und Master in den Markt ein. Renault strafft in Deutschland sein Vertriebsnetz. Die Anzahl der Händler sinkt bis 1988 von 647 auf 500. Die Anzahl der Stützpunkte verringert sich bis 1989 von 1.662 auf 1.285. 1982: Die Marktsituation hat sich deutlich erschwert. Neue Anbieter aus Asien drängen auf den Markt. Der Fahrzeugverkauf fällt unter 100.000 Stück auf 87.771 Fahrzeuge. Der Vertriebszweig Renault Nutzfahrzeuge baut sein Händlernetz aus und reduziert zugleich die Zahl der Niederlassungen auf vier (Bochum, Hannover, Köln und Stuttgart). 1983: Der Renault 11 rollt zu den Händlern. Das Fließheckmodell begeistert noch heute als Darsteller im James-Bond-Film Im Angesicht des Todes. 007 nutzt den blauen Elfer als Taxi bei einer der spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, in dessen Verlauf das komplette Hinterteil bis zur Wagenmitte abgerissen wird. Dank Frontantrieb setzt Bond die rasante Fahrt mit den Vorderrädern fort. 1984: Als erste europäische Großraumlimousine wird der Renault Espace mit dem wegweisenden Monospace-Konzept eingeführt. Der variable Innenraum bietet ein völlig neuartiges und großzügiges Raumgefühl. Das fortschrittliche Konzept sollte erst zehn Jahre später einer Reihe von Konkurrenten als Vorbild dienen. Parallel dazu stellt Renault das neue Oberklassemodell mit der Nummer 25 vor. 1986: Die von Giorgio Giugiaro gezeichnete Mittelklasselimousine Renault 21 wird vorgestellt, und der neue Renault 5 wird in Deutschland als Der kleine Freund vom Start weg zum Bestseller. Die Deutsche Renault AG unterhält Zweigniederlassungen in Berlin, Frankfurt, Köln und München. 1.450 Renault Händler und Renault Service-Betriebe werden von den fünf Gebietsdirektionen in Hannover, Köln, Wiesbaden, Stuttgart und München betreut. 1988: Renault verkauft nur noch 83.357 Fahrzeuge so wenig wie seit 1967 nicht mehr. Der Marktanteil fällt auf ein Tief von 2,8 Prozent. Gleichzeitig werden mit 33.329 Fahrzeugen mehr Renault 5 als je zuvor verkauft. 1989: Fünf Monate nach seinem Verkaufsstart in Frankreich erfolgt im Januar die Markteinführung des Renault 19. Dieses Modell entspricht der neuen Unternehmenspolitik der Qualité Totale. Als erste ausländische Automobilmarke in der Bundesrepublik bietet Renault alle Benzinmodelle ausschließlich mit geregelten Katalysatoren der damals bestmöglichen Abgasreinigung an. Mit 101.503 verkauften Fahrzeugen geht Renault wieder auf Erfolgskurs. Die Berliner Mauer fällt. Kurz darauf knüpft Renault erste Kontakte mit Werkstätten in der Ex-DDR und beginnt als einer der ersten Hersteller überhaupt mit dem Aufbau eines Vertriebsnetzes in den neuen Bundesländern. Nach den schwierigen 1980er-Jahren ist das der Startschuss für eine neue, bis heute anhaltende Erfolgsstory. 1990: Renault leistet einen Beitrag zur inneren Einheit Deutschlands und beginnt mit dem Vertrieb von Renault Fahrzeugen in den neuen Bundesländern. Im Juli 1990 treffen sich alle 193 neuen Renault Händler im Olympiastadion in Berlin. In Ostdeutschland wird ein Marktanteil von zum Teil über zwölf Prozent erreicht. Der Renault Clio wird im Juni mit dem prägnanten Slogan Made in Paradise als Nachfolger des erfolgreichen Renault 5 präsentiert. Er markiert gleichzeitig die Abkehr von den bislang bei Renault üblichen Modellbezeichnungen mit Ziffern. Der Renault 19 wird in Deutschland zum ausländischen Wagen Nr. 1 und bleibt es bis 1994. Die Zahl der Händler steigt durch die Expansion in den neuen Bundesländern bis 1993 von 500 auf 721, die der Stützpunkte von 1.275 auf 1.690. Ferner wird in Brühl eine Exportabteilung eingerichtet, die als selbständige Vertriebsorganisation für Polen und die Tschechoslowakei zuständig ist. 1991: Erstmals seit 1979 erreicht Renault wieder einen Marktanteil von mehr als fünf Prozent und wird erneut größter nicht-deutscher Anbieter. Maßgeblich dafür sind der bahnbrechende Erfolg des Renault 19 und der Blitzstart in Ostdeutschland. Mit 242.363 verkauften Autos wird der 20 Jahre alte Absatzrekord um fast 90.000 Einheiten übertroffen. Die Deutsche Renault steigert den Umsatz auf über vier Milliarden Deutsche Mark. In Ostdeutschland erzielt Renault einen Marktanteil von über zehn Prozent und gehört damit zu den vier größten Marken. In Gesamtdeutschland steigert Renault den Marktanteil auf 5,4 Prozent. Der im Januar neu eingeführte Renault Clio steht mit 82.830 Neuzulassungen nach dem Renault 19 an zweiter Stelle unter den ausländischen Fahrzeugen. Das in Kooperation mit Karmann entwickelte und in Osnabrück gefertigte Renault 19 Cabrio wird vorgestellt. Die Formel Renault entwickelt sich rasch zu einer der erfolgreichsten Talentschmieden für künftige Formel-Piloten. Diese Rennserie ermöglicht es jungen Talenten, für wenig Geld in den Autorennsport einzusteigen. Den erfolgreichsten Monoposto-Piloten bietet Renault zum Saisonende Aufstiegschancen in die Formel 3. 1992: Vom Renault 19 werden 97.832 Fahrzeuge abgesetzt mehr als jemals zuvor von einem Renault Modell in Deutschland. Insgesamt liefert Renault 223.911 Fahrzeuge an Kunden aus. 6.000 Renault Rapid werden an die Deutsche Telekom verkauft. In Warschau wird mit Unterstützung der Deutschen Renault AG die Filiale Renault Polska S.a.r.l. eingerichtet. 1993: Das Oberklasse-Modell Renault Safrane und der innovative Kleinwagen Renault Twingo gelangen in den Verkauf. Der Renault Twingo überträgt das erfolgreiche Monospace-Konzept in die Kleinwagenklasse. In den neuen Bundesländern werden 242 Millionen Deutsche Mark von Renault und seinen Partnern investiert. Die Investitionen erreichen zwischen 1989 und 1996 insgesamt über rund eine Milliarde Deutsche Mark. 1994: Renault entwickelt die Vision ´97. Im Rahmen dieser unternehmerischen Perspektive werden die Produkte fortentwickelt, das Image neu definiert, die Kundenzufriedenheit gesteigert sowie das Händlernetz und die Renault Organisation weiterentwickelt. 1997 soll ein Marktanteil von sechs Prozent erreicht werden. Der Renault Laguna setzt sich gleich nach seinem Erscheinen an die Spitze der ausländischen Fahrzeuge seines Segments. Der Renault 19 ist seit 1989 mit fast 53.000 Einheiten weiterhin das beliebteste ausländische Modell. Seit seinem Erscheinen sind rund 500.000 Stück in Deutschland verkauft worden. Renault trifft mit BMW ein Abkommen über die gemeinsame Altautoverwertung in Deutschland. In der Tschechischen Republik wird mit Unterstützung der Deutschen Renault AG eine Filiale aufgebaut. 1995: 16,6 Prozent aller Renault Fahrzeuge in Deutschland sind Laguna. Insgesamt verkauft Renault 180.070 Fahrzeuge. Die auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellte Fahrzeugstudie Renault Initiale bietet einen Ausblick auf künftige Luxusfahrzeuge. Renault wird zum vierten Mal hintereinander als Motorenlieferant Formel 1-Weltmeister. In der Fahrerwertung belegen Renault Piloten die Plätze eins bis vier. Fahrer-Weltmeister ist der Deutsche Michael Schumacher mit einem Benetton-Renault. Mit Mercedes-Benz wird ein Abkommen über die Erforschung von Recycling-Verfahren geschlossen. 1996: Der neu vorgestellte Renault Mégane wird mit 64.700 Einheiten auf Anhieb das meistverkaufte ausländische Fahrzeug. Insgesamt liefert Renault 193.909 Fahrzeuge aus und ist im sechsten Jahr in Folge der größte ausländische Automobil-Anbieter auf dem deutschen Markt. Renault LKW legt den Grundstein für drei neue Niederlassungen in Bochum, Hamburg und München. 1997: Renault steigert seinen Marktanteil auf über sechs Prozent und bringt mit dem Kompakt-Van Scénic ein revolutionäres Modell auf den Markt. Gleichzeitig wird eine neue Generation der Großraumlimousine Renault Espace angeboten. Renault erhöht den Marktanteil in dem ersten Halbjahr auf über 6,2 Prozent und beweist damit die konsequente Umsetzung der Vision ´97. 1998: Das Unternehmen feiert weltweit 100 Jahre Renault. In Deutschland belebt der neue Kangoo ab Mai den Geist des R4. Darüber hinaus wird der neue Clio vorgestellt. 1999: Renault hat in Deutschland insgesamt fast 276.000 Fahrzeuge verkauft und damit zum fünften Mal in Folge ein neues Rekordergebnis erzielt. Der Marktanteil in Deutschland steigt von 6,3 Prozent in 1998 auf rund 6,8 Prozent. 2000: Jacques Rivoal wird Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. 2001: Renault führt zum Jahreswechsel 2000/2001 einen neuen Markenclaim ein: Renault. Créateur dautomobiles. Die zweite Generation des Renault Laguna kommt in Deutschland auf den Markt. Der Laguna erreicht als erstes und einziges Fahrzeug die Höchstwertung von fünf Sternen im Euro NCAP-Crashtest. Kurz darauf feiert auch das Oberklassemodell Vel Satis Premiere, das seinen hohen Sicherheitsstandard ebenfalls mit fünf Sternen unter Beweis stellt. 2002: Renault und Nissan bilden in Deutschland zum 10.09.2002 das Unternehmen Renault Nissan Deutschland AG. Der neue Mégane und die dritte Generation des Espace stehen zum Verkauf bereit. Die Equipe Renault feiert ihr Comeback in der Formel 1. Der erfolgreichste Motorenbauer der 1990er-Jahre tritt mit einem eigenen Team, eigenem Chassis, eigenem Motor und mit dem Ziel an, weitere WM-Titel zu gewinnen. Dieses Engagement stellt die technologische Spitzenkompetenz des Konzerns unter Beweis und unterstreicht die Dynamik der Marke. 2003: Mit 20.590 neu zugelassenen leichten Nutzfahrzeugen erreicht Renault einen Marktanteil von 11,8 Prozent und markiert damit einen Bestwert in diesem Segment. Die zweite Generation des Scénic steht bereit, und der Twingo feiert seinen zehnten Geburtstag. 2004: Renault führt die neuen Modelle Modus und Trafic Generation ein. Mit dem Kompaktwagen Modus erweitert Renault seine vielfältige Modellpalette um eine völlig eigenständige Wagenklasse in der Nische zwischen Clio und Mégane. Das Angebot an Common-Rail-Dieselmotoren wird weiter ausgebaut. Der Renault Espace, Trendsetter auf dem europäischen Markt der Großraumlimousinen, feiert seinen 20. Geburtstag. 2005: Wichtigste Neuerscheinung für die französische Marke ist der Clio der dritten Generation, mit dem Renault seine Erneuerung im Kleinwagensegment fortsetzt. Weitere wichtige Produktneuheiten sind die gründlich aktualisierten Modelle Laguna und Vel Satis. Carlos Ghosn wird Vorstandsvorsitzender der Renault S.A. Passend zum aktuellen Formel 1-Erfolg wird der Renault Rennsport zum Aufhänger einer ganzen Serie von Veranstaltungen in Europa. Die so genannte World Series by Renault kommt im August zum Motopark Oschersleben und bietet packenden Rennsport und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Das Renault F1-Team mit Fernando Alonso gewinnt die Grand Prix in Hockenheim und am Nürburgring und holt am Ende der Saison sowohl den Konstrukteurs- als auch den Fahrerweltmeistertitel vor Ferrari und Michael Schumacher. 2006: Renault veröffentlicht den Dreijahresplan Renault Vertrag 2009 mit den drei Verpflichtungen Qualität, Profitabilität und Wachstum. Im September kommt der dynamische Kompaktwagen Clio Renault Sport mit einem weiterentwickelten 2.0 16V-Saugmotor auf den Markt. Darüber hinaus feiern im Herbst die gründlich überarbeiteten Transporter Trafic und Master ihr Marktdebüt. Die internationale Eventserie World Series by Renault macht im August am legendären Nürburgring Station und lockt fast 65.000 Besucher mit einer spektakulären Mischung aus Rennsport, Information und Unterhaltung für die ganze Familie. Das Renault F1-Team wird mit Fernando Alonso zum zweiten Mal Formel 1-Weltmeister in der Konstrukteurs- und Fahrerwertung. 2007: Aufgrund einer Neuorganisation des europäischen Nissan Vertriebs werden die Aktivitäten von Renault und Nissan in Deutschland wieder getrennt. Renault firmiert als Renault Deutschland AG. Im September wird der neue Twingo und im Oktober der neue Laguna in Deutschland eingeführt. Renault begeht in Deutschland seinen einhundertsten Geburtstag.
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